Boden

Der Anbau erfolgt in Kiesschichten, entweder in Gruben oder Gräben, die rund um die Lage oder entlang des Weinfelds verlaufen können.

Die Hänge sind nicht sehr hoch, bei Lagen zwischen 200 und 500 Metern über dem Meeresspiegel, denn die höchste Erhebung auf der Insel beträgt 670 Meter.

Die Böden sind sehr unterschiedlich, es gibt sogar tiefrote Böden auf alten Basaltformationen. Diese Böden erscheinen als fossile Böden, die durch jüngere Vulkanausbrüche oder kolluviale Sedimente überdeckt wurden.

Sie weisen eine rötliche Färbung und eine Textur zwischen schluffig, schlammig und lehmig auf, mit einem mittleren Gehalt an organischen Stoffen, die eine für den Bedarf der Reben angemessene Stickstoffversorgung gewährleisten. Die wichtigsten Makronährstoffe (N, P, K) sind optimal, ebenso wie der Gehalt an freien Karbonaten, die für einen basischen pH-Wert sorgen.

Nach der durch USDA Soil Taxonomy vorgeschlagenen Bodenklassifikation bietet die Insel Lanzarote vier Bodenordnungen::

1)   Aridisols
2)  Entisols
3)  Andisols
4)  Vertisols

Diese Böden zeichnen sich durch die folgenden gemeinsamen Aspekte aus:

  • Niedriger Gehalt an organischen Stoffen
  • Schwache biologische Aktivität
  • Alkalische Reaktion
  • Tendenziell sandige Oberflächentexturen
  • Reich an Karbonaten und Sulfaten
  • Veränderungen der Bodenoberfläche
    (etwa Vorhandensein von Wüstenpflaster, Dichtungskrusten usw.)

Die Böden der Weinlagen sind gut differenzierte, vulkanische Böden, sogar bis tiefrot auf alten Basaltformationen. Sie erscheinen als fossile Böden, die durch jüngere Vulkanausbrüche oder diluviale Sedimente überdeckt wurden. Die Schichten aus Lapilli oder Lavakies („picón“) bedecken den Humusboden der Lagen und sorgen für das schnelle Versickern des Regenwasser, sodass die Verdunstung des Humusbodens verhindert und die Bodentemperatur konstant gehalten wird (Wärmeregulierung).

Die Oberfläche der meisten Lagen ist mit schwarzer Vulkanasche bedeckt. Sie verhindert das Wachstum anderer Pflanzen, bietet jedoch ausgezeichnete Fähigkeiten, das Wasser aus dem Tau zu speichern. Dies bedeutet, dass die hier gepflanzten Rebstöcke sich auch deshalb gut entwickeln, weil unter der Asche der Boden aus Lehm, Ton oder Sand auf einem Bett von Kalkgestein fruchtbar ist.