Klima

Laut dem Lang-Index kann das Klima Lanzarotes als Wüstenklima, nach dem Martonne-Index als hyperarid und nach der Papadakis-Klassifikation als mediterran oder subtropisch-semiarid bezeichnet werden.

Die mittlere Temperatur der geografischen Gebiets beträgt 20 °C mit Temperaturschwankungen zwischen den kältesten und wärmsten Monaten. Der mittlere Temperaturunterschied zwischen Januar und August beträgt ca. 7 °C.

Der Bereich der Tagestemperatur auf dieser Insel kann bis 17 °C am selben Tag betragen. Diese Tag-Nacht-Unterschiede sind typisch für Gebiete mit Wüstenklima.

Die mittlere Jahresniederschlagsmenge liegt unter 150 mm. Zu den einzelnen Jahreszeiten ist festzustellen, dass der regenreichste Monat der Dezember ist. Die größten Menge des Jahresniederschlags fällt zwischen November und März, während von Juni bis August praktisch keine Niederschlagen fallen.

Durch das Fehlen geografischer Barrieren und den Einfluss der Passatwinde und der Meeresbrisen ist der Wind ein besonders typischer Faktor für Lanzarote. Wind herrscht außerdem konstant das ganze Jahr über und führt zu einen der für Lanzarote typischen Praktiken in der Landwirtschaft.

Die vorherrschende Windrichtung ist N-NO und die Windstärke konzentriert sich auf die Sommermonate, wenn die Passatwinde am stärksten auftreten. Die mittlere Windgeschwindigkeit schwankt zwischen 5 und 7 m/s.

Die relative Luftfeuchtigkeit als Klimavariable kann als relativ hoch eingestuft werden. Als Jahresmittel der relativen Luftfeuchtigkeit wurden 69 % erreicht, mit erheblichen saisonalen Unterschieden. Die höchsten Werte von 72 % in den Monaten mit höheren Mittelwerten (Dezember und Januar) und Mindestwerten von 66 % in den Monat mit niedrigeren Mittelwerten (April und Mai).

Die Schwankungen im Tagesverlauf sind erheblich. Es werden Höchstwerte über 80 % in den frühen Morgenstunden und Mindestwerte unter 40 % zur Mittagszeit gemessen, wenn die Sonneneinstrahlung am höchsten ist.

Die über das ganze Jahr typischerweise geringe Bewölkung begünstigt die vielen Stunden der Sonneneinstrahlung mit einem Mittelwert von 7,8 Stunden pro Tag. Allerdings gibt es saisonale Schwankungen bei der Dauer der Sonneneinstrahlung, mit Höchstwerten im Sommer (9,5 h/Tag), mittleren Werten im Frühjahr und Herbst (8 h/Tag bzw. 7 h/Tag) und Mindestwerten im Winter (6 h/Tag) (Quelle: AEMET, 2010).

Die Hitze, der Einfluss der Winde und die langen Zeiten der Sonneneinstrahlung bestimmen eine mittlere Verdunstung pro Jahr von ca. 1.800 mm im Verdunstungskessel bzw. ca. 960 mm nach der Thornthwaite-Methode. Diese Tag-Nacht-Schwankungen sind typisch für Regionen mit Wüstenklima.